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Rolf Rolf ist männlich
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Dieser Bericht stand in [B]Spiegel Online. Die Angaben stimmen nicht ganz und die Preise sind sicherlich überzogen aber wie man sieht sind Schlepper immer mal wieder einen Bericht in der Presse wert.[/B]

SCHMUTZIGE VERGANGENHEIT
Trecker als Geldanlage
Von Michael Witt

GESCHICHTE DER PORSCHE-TRECKER
1937: Auftrag von Adolf Hitler an Ferdinand Porsche, einen "Volksschlepper" zu entwickeln

1953: Erweiterung der Produktpalette mit 12, 22, 33 und 44 PS starken Schleppern

1954: Bau eines neuen, größeren Werkes. Gründung der Porsche- Diesel- Motorenbau GmbH mit Unterstützung des Mannesmann Konzerns

1957: Vorstellung einer neuen Modellpalette und Produktionsbeginn mit vier Schleppern von 14 bis 50 PS. Die geplante Stückzahl wird zur Hälfte erreicht.

1958: Zusammenarbeit mit Deutz. Die geplante Jahresproduktion wird mit 17.000 Einheiten fast erzielt. Der Marktanteil steigt von sieben auf fast 13 Prozent.

1963: Montage des letzten Porsche- Traktors. Die Werkanlagen werden von Daimler Benz übernommen.


Porsche mit Dieselmotor:
Bis in die sechziger Jahre bauten die Zuffenhausener Dieseltrecker. Die Arbeitsgeräte waren im Vergleich zur Konkurrenz günstiger und wurden deshalb gern eingesetzt. Sogar Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wurde schon auf einem Trecker gesichtet.

Zwischen 1950 und 1963 baute der Sportwagenhersteller rund 130.000 der kernigen Nutzfahrzeuge, deren Karosserie fast immer in rot lackiert war. In der selben Zeit verließen nicht einmal halb so viele Sportwagen des Herstellers die Fließbänder. Einmal angeschmissen, konnte die 12 bis 50 PS starken Nutzfahrzeuge kaum etwas stoppen. Was auf die frühen 911er nicht unbedingt zutraf.


SCHMUTZIGE VERGANGENHEIT: GEWINN FÜR DEN LANDWIRT

geteiltes Leid ist halbes Leid


Instrumententafel


E - Teil Träger


Junior


Auf Grund ihrer Robustheit, wegen etlicher technischer Neuerungen und eines günstigen Preises von 4450 Mark waren die Trecker ein Bestseller. Für ein Konkurrenzgefährt aus dem Hause Lanz musste man damals 6500 Mark berappen. Das Ende bereitete sich der in Friedrichshafen gebaute Porsche-Trecker sozusagen selbst. Es gab kaum ein Hof im Land, auf dem nicht ein roter Trecker stand - der Markt war gesättigt, und die Produktion wurde gestoppt. Später wurden nach und nach immer mehr der Porsche-Landmaschine gegen PS-stärkere Trecker ausgewechselt. Und die Arbeitsgeräte aus Friedrichshafen verschwanden in Scheunen oder hinter Büschen.

Von dort werden sie von den Mitglieder des Porsche-Diesel-Clubs gerettet. Einer der Restaurateure heißt Eckart Kohlscheen, Berufsfeuerwehrmann in Hamburg. Er ist gelernter Landmaschinentechniker und lebt in Regesbostel vor den Toren der Hansestadt. Dort führte sein Vater einen Bauernhof und beackerte das Land mit einem Porsche. Als Kohlscheen senior sich zur Ruhe setzte, rollte man das Fahrzeug in einen Schuppen. Dort blieb er, bis sich der Junior an den liebgewonnenen Porsche erinnerte: "Ich bin ja als Kind so oft mitgefahren, dass mir der Trecker richtig ans Herz gewachsen war."


Geschenk für die Ehefrau

Also machte sich Kohlscheen an die Arbeit und restaurierte die alte Landmaschine. "Bei meinem beruflichen Hintergrund ist es mir natürlich nicht schwergefallen. Es geht nur sehr viel Zeit ins Land", sagt Kohlscheen. Wie viele Arbeitsstunden er in den Porsche stecke, erinnert er nicht mehr: "Habe ich nicht notiert." Den Traktor schenkte er seiner Frau Gabi.

Als er nach Ersatzteilen suchte, kam er über das Internet an den in Bremen beheimateten Club, dessen Mitglied er wurde. Denn ein wichtiger Vorteil des Clublebens ist das leichtere Finden der wichtigen Ersatzteile. Gerade schließt er die Arbeiten an seinem siebten Porsche Diesel ab. Im September will er ihn auf einem Anhänger auf das jährlich im Schwarzwald stattfindende Treffendes 2000 Mitglieder starken Clubs transportieren.

Stabile Geldanlage

Kohlscheens historische Fahrzeuge haben einen Gesamtwert von rund 100.000 Euro. Jeder Trecker bringt bei einem Verkauf zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Seinen zweiten Porsche Diesel erstand Kohlscheen in den achtziger Jahren noch für 300 Mark. Heute müsste er dafür 2000 bis 4000 Euro investieren. Die Wertsteigerung hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Gerade wurden für das Top-Modell der Porsche-Trecker, ein Vierzylinder "Master", für 50.000 Euro verkauft. Das bringt so mancher gebrauchter Zuffenhausener Sportler nicht ein.

Selbst Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der sein Unternehmen mit Sportwagen zum profitabelsten Autohersteller der Welt machte, interessiert sich für die alten Maschinen. Er hat sich zwar in jüngster Zeit immer wieder gegen ein Diesel-Modell eines Sportwagens ausgesprochen, trotzdem fährt selber manchmal einen Selbstzünder aus dem eigenen Haus. Einen rot-gelben Trecker, den ihm seine Mitarbeiter geschenkt haben. Zum Geburtstag.

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Wenn es besser geht, ist gut nicht gut genug. Alle Anfragen direkt an rolf-kroemer@t-online.de oder 01713638849
26.08.2008 00:25 Rolf ist online E-Mail an Rolf senden Beiträge von Rolf suchen Nehmen Sie Rolf in Ihre Freundesliste auf Rolf eine private Nachricht senden
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